Eine Beschreibung von einer Garagensanierung am Flair 1


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Vorwort: Nachdem die Wassereintrittsstelle lokalisiert war und ein erneutes Eindringen von Wasser verhindert wurde ( hierüber gibt es eine gesonderte Beschreibung ), wurde mit dem Austausch des maroden Bodens begonnen.


Zusätzliche Aluwinkel eingeschraubt


Die wohl feuchteste Stelle ( re. hinten in der Garage )


Um das aufgeweichte Sperrholz zu entfernen ist es zweckmäßig die Aluprofile im Innenraum zu entfernen. Das am Heck verlaufende Aluprofil ist hier schon entfernt, was man noch sieht, sind zusätzliche Aluwinkel die die hintere Außenwand zusätzlich halten.

Auch Diese werden entfernt.

Da die Schrauben schon erheblich verrostet sind, können sie schon mal ohne Drehen entfernt werden.

Die Aluprofile sind teilweise zusätzlich geklebt , darauf achten dass man beim Lösen der Profile nicht die Außenwand beschädigt.


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Dieses Profil ist nicht zu entfernen da es unter der Wand nach Außen führt? Die Situation ist folgendermaßen: mit den Formblechen wird die Außenwand gegen das Profil gedrückt.


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Auf diesem Bild sind die Aluprofile schon entfernt, das feuchte Holz wird bis auf den Schaum abgeschabt. An vereinzelten Stellen, wo das Holz noch gesund ist, wird es mit einem Elektrohobel entfernt.


gut zu erkennen, das gesunde Holz.


Die Reserveradmulde wurde ebenfalls demontiert um eine vernünftige Reparatur zu gewährleisten.


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An den Stellen, wo das Holz noch in Ordnung ist, habe ich mit einer Oberfräse gearbeitet, um einen geraden Anschluss herzustellen. Unbedingt auf die Tiefeneinstellung der Oberfräse achten, denn es soll ja nur bis zum Schaum gefräst werden.


gesundes Holz – wird nicht entfernt


saubere, von feuchtem Holz befreite Stelle


Oberfräse im Einsatz


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Größere Schwierigkeiten bereiten die Wandanschlüsse. Hier muss in mühsamer Kleinarbeit das Holz unter den verbliebenen Aluprofilen akribisch entfernt werden.


unter diesen Profilen muss das Holz gänzlich entfernt werden, denn später wird hier das neue Holz bis zu 40 mm hineinragen.


An der Rückwand, wenn alle Aluwinkel sowie „Klammern“ entfernt sind, wird auch hier die alte Dichtmasse herausgeschnitten.


Blick von innen nach außen gegen die Rückwand


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Rückwand


Hohlraum der alten Dichtmasse


Schaum vom Boden


noch nicht entfernte Reserveradmulde


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Wenn alles sauber und gereinigt ist, kann mit dem Einpassen der neuen Hölzer begonnen werden. Für die Verklebetechnik habe ich mich für Sikaflex entschieden, allerdings wurde vorher eine Probeklebung durchgeführt.


hier wurde ein Stück Pappelsperrholz mit Sika 221 unter einem gewissen Druck als Probe geklebt.


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Mit Hammerschlägen wurde versucht, das Holz seitlich, also als drehendes Moment, loszuschlagen. Am Holz sieht man die Zerstörung, aber keine Bewegung bzw. Lösen war zu erreichen.

Da der Boden in der Realität in dieser Art nicht belastet wird, stand für mich der Verklebetechnik nichts mehr im Weg.


Bei den Anpassarbeiten der neuen Holzplatten, es wurde sektional erneuert, wurde auf Genauigkeit größter Wert gelegt.

Da eine Klebung von dem Anpressdruck lebt, wurde hier an den schlecht zugänglichen


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Stellen mit Wagenheber und Hydraulikheber gearbeitet. Unschwer zu erkennen, das neue Holz wurde auch unter der senkrechten Wand eingebracht.


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Das Einkleben der einzelnen Sektionen – immer unter Druck und auch noch den Druck auf dem neuen Holz flächig verteilen, um keine Dellen einzuarbeiten.


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Ein kleines Beispiel für Detail - Liebhaber – über diese Rosette, (hier schon im neuen Holz eingearbeitet) wird der Boden mit dem Fahrgestell verschraubt

Die Originalschraube wurde durch eine VA Schraube ersetzt.


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Hier die vormals nasse Ecke – allerdings noch nicht verklebt


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Und hier wird verklebt – alles unter Druck


Die gesamte Reparatur hat sich aus Witterungsgründen etwas in die Länge gezogen, da ich absolut sicher sein wollte was die Verklebung anbetrifft. Außerdem wurde im Freien, das heißt unter einem Carport gearbeitet.


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Einpassarbeiten an verschiedenen Stelle


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Die rechte hintere Ecke wird eingeklebt – immer wieder für genügend Druck sorgen !!


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Der Boden ist verklebt, die Zusatzwinkel wieder eingeschraubt – und es wurde im Gegensatz zum Hersteller, Holzschrauben und keine selbstschneidenden Blechschrauben für den Boden verwendet – dies auch noch in VA Qualität. Der verbliebene Hohlraum zwischen Rückwand und Boden wurde wie im Original wieder mit Sika ausgefüllt.


Nach den Einklebearbeiten, wird das neue Sperrholz in mehrmaligen Arbeitsschritten mit Leinöl Firnis gestrichen.


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Die Aluprofile werden jetzt wieder eingeschraubt – im Boden mit VA-Holzschrauben, in der Wand mit VA- Blechschrauben.


Die Reserveradmulde wird erst eingesetzt wenn der neue Bodenbelag eingepasst ist. Alu – Quintettblech war erst angesagt, da die Garage aber durch die Reserveradmulde sowie den Batteriekasten sehr „zerfurcht“ ist, und das einlegen einer Platte im „Stück“ nicht möglich ist, entschied ich mich für einen Bodenbelag aus dem „Teppichcenter“.


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So sieht nun der sanierte Garagenboden nach Fertigstellung aus


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Angemerkt sei hier noch das der Deckel für das Reserverad um 3mm abgefräst wurde um den Belag „flächig“ erscheinen zu lassen. Der Batteriekasten wurde mit einer nicht ganz identischen Folie beklebt.


Und nun zu den Kosten: 4 Tafeln Pappelsperrholz a 9,99 = 39,96 €

1 x Leinöl Firnis = 6,49 €

4 x Sikaflex 221 a 8,00 = 32,00 €

4 x Silikon Transparent a 2,75 = 11,00 €

1 x Bodenbelag = 53,70 €

VA Schrauben = 00,00 ۟ber Beziehungen

Arbeitslohn = 00,00 €ich bezahle mich nicht !!


Summe = 143,15 €


Nachwort: Man kann es einfacher haben, indem man das Fahrzeug machen lässt .

Aber aus Liebe zum Mobil und den kleinen „Tick“ zur Verbesserung, lass ich es mir nicht nehmen, so etwas in Eigenregie zu bewerkstelligen.


Sollten irgendwelche Fragen zu diesem Thema anstehen, ich bin gerne bereit zu helfen. Auskünfte werden gerne per e-mail beantwortet.


Dieser Bericht wurde von mir privat erstellt.

Auf die Richtigkeit der ausgeführten Arbeiten kann keine Gewähr gegeben werden


Siegfried Haberer Rheinberg im Februar 08